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25Mrz

Neues aus dem Gemeinderat – Sitzung am 25.03.2013

Breitbandversorgung in der Gemeinde Karlskron
Herr Ralf Pütz von der Firma Sacoin erläutert den neuen Sachstand:
Rückwirkend zum 01. Februar 2013 hat ein Betriebsübergang der Firma Sacoin zur Deutschen Glasfaser stattgefunden.
Die Deutsche Glasfaser ist in Holland bereits tätig als Reggeborgh Glasvezel. An und für sich ist Reggeborgh hauptsächlich im Immobiliengeschäft tätig. Aber inzwischen hat sie in Holland bereits 1,4 Mio Hausanschlüsse realisiert. Diese Firma Reggeborgh Glasvezel ist unterteilt in die Deutsche Glasfaser und die Reggefiber Gruppe.
Zur Deutschen Glasfaser gehört die Deutsche Glasfaser Services GmbH und darunter ist auch die Unser Ortsnetz GmbH und ab 01. April 2013 auch die Sacoin Süd GmbH angesiedelt.
Die Deutsche Glasfaser will den Wettbewerb im Netz und darum gibt sie auch Preis, daß die letzte Meile 18,50 EUR kostet.
Die Deutsche Glasfaser vermietet das passive Netz. Die Gemeinde kann sich mit 1-49 % an den Kosten für das passive Netz beteiligen und dieses dann gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser vermieten.
Wenn das Netz nach den ersten 2 Jahren geöffnet wird, könnte auch jeder andere Aktive Operator gegen die Durchleitungsgebühr auf dem gebauten Netz seine Dienste anbieten, sofern sich die Gemeinde dafür entscheidet das aktive Netz nicht selber zu betreiben.
Im bisherigen Geschäftsmodell war festgelegt, daß die Gemeinde das passive Netz baut und am Betrieb des aktiven Netzes zu 49 % betieligt ist. Herr Pütz wirbt dafür, daß die Gemeinde das aktive Netz nicht selber betreiben solle, weil ansonsten kein offenes Netz entstehen würde. Ein offenes Netz kann es nur bei freier Vermarktung geben.
Herr Pütz führt aus, daß die Baukosten voraussichtlich niedriger ausfallen werden als zunächst angenommen. Man wolle die Leitungen nun per Microtrenching verlegen. Das bedeutet, die Leitungen werden nur 30 cm tief im Boden verlegt. Auf diese Art und Weise werden in Holland derzeit 15.000 Ports wöchentlich gebaut.
Der untiefe Bau hat Vor- aber auch Nachteile. Die Baukosten sind geringer und der Bau geht schnell voran. Dem steht gegenüber, daß diese Methode anderen Netzbetreibern nicht geläufig ist und so Sachschäden durch Baumaßnahmen anderer Betreiber entstehen können.
Die Deutsche Glasfaser hat in Deutschland bisher 8.000 Haushalte angeschlossen. Weitere 22.000 sind im Bau.
In Karlskron müsste man als nächstes einen Vertrag abschließen, der besagt, daß ins Feindesign eingestiegen werden soll und dann in den Bau. Herr Pütz möchte, daß Karlskron noch in 2013 komplett über ein eigenes Glasfasernetz verfügt.

Nach der Feinplanung könnten erst Tiefbauangebote eingeholt werden. Und erst dann könnte durchgerechnet werden, was die ganze Maßnahme kosten wird. Wenn es wirtschaftlich ist das Netz zu bauen, wäre die Gemeinde bei Abschluß dieses Vertrages auch verpflichtet das zu tun. Die Gemeinde müsste dann bei Fertigstellung des Netzes per Einmalverkauf ihren Anteil am Passivnetz bezahlen.

Die Gemeinde muß sich also nun im Klaren darüber werden, ob sie das aktive Netz selber betreiben möchte, oder den Betrieb des aktiven Netzes der Deutschen Glasfaser (genau Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH) überlässt.
Dann muss sich die Gemeinde erklären wie groß ihr Anteil am passiven Netz sein soll – im Bereich zwischen 1 und 49 %, der sich dann über den entsprechenden Anteil an der Durchleitungsgebühr (100 % = 18,50 EUR) amortisieren soll.

Bisher wurde mit der Firma Sacoin nur ein Vertrag darüber geschlossen, daß die Kunden akquiriert werden sollen. Des Weiteren wurde eine gemeinsame Gesellschaft gegründet mit dem Ziel ein Netz zu betreiben.

Für dieses Projekt kann die Gemeinde keine Zuschüsse erhalten.

Es soll geprüft werden, ob die Ausschreibung noch rechtmäßig ist, wenn  ein anderes Geschäftsmodell gewählt wird. Außerdem soll der Vertrag geprüft werden, den die Gemeinde ggf. mit der Dt. Glasfaser abschließen wird.

Antrag der SPD-Fraktion für eine wirtschaftliche und zeitnahe Breibandversorgung der Gemeinde Karlskron
Die SPD zieht ihren Antrag zurück.

Baugebiet “Am Linnerberg-Ost” Oberflächenwasserableitung in Adelshausen gibt es bisher einen reinen Mischwasserkanal. Das neue Baugebiet könnte durch ein Rückhaltebecken und einen Stauraumkanal so entwässert werden, daß dadurch sogar die Lage im Ort verbessert werden würde.
Nichts desto Trotz hat man in Adelshausen bei Starkregen Probleme mit den Wassermassen, die aus dem Außenbereichen im Ort ankommen und dort zu Überschwemmungen führen.
Eine Ortseinsicht und eine Betrachtung des Geländes an Hand von Höhenlinien hat ergeben, daß das Einzugsgebiet das im Zusammenhang mit dem neuen Baugebiet steht recht klein ist. Für das neue Baugebiet und die damit im Zusammenhang stehende Außenfläche würde die oben genannte Entwässerung leicht ausreichen und eben sogar zu einer Entlastung im Ort führen.
Die hauptsächlichen Probleme im Ort kommen aber vom sonstigen großen Außengebiet. Es gäbe eine relativ einfache Lösung diesem Problem beizukommen. Es könnten an zwei Stellen im Graben Stauwehre installiert werden. Diese würden bei Starkregen das Wasser zurückhalten und nicht in den Ort laufen lassen. Das Wasser würde dann auf einer etwa 15 HA großen Fläche, in der es fast nur Wiesen gibt, zurückbleiben und innerhalb eines Tages versickern und ablaufen. Ein Rückhalteraum für etwa 20.000 m³ Wasser würde so auf recht kostengünstige und einfache Weise geschaffen werden.
Das Wasser in einzelnen Rückhaltebecken zu sammeln erscheint auf Grund der Vielzahl an Gräben nicht möglich.
Die Kosten für die zwei Stauwerke würden etwa 150.000 EUR betragen, die aus dem allgemeinen Haushalt finanziert werden müssten. Die Erschließungskosten für das neue Baugebiet würden sich je nach Variante zwischen 350.000 und 430.000 EUR bewegen.
In Adelshausen soll demnächst eine Info-Veranstaltung stattfinden, bei der die Bürger genau über die mögliche Maßnahme der Schaffung einer Entschärfung der Wasserproblematik im Ort informiert werden sollen und auf der die Akzeptanz einer solchen Maßnahme überprüft werden soll.

Verfasst am 25.03.2013 um 22:49 Uhr von .
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