Weiter zum Inhalt
Allgemein & Gemeinde » Unser Ortsnetz Karlskron – Breitbanderschließung Karlskron
09Jul

Unser Ortsnetz Karlskron – Breitbanderschließung Karlskron

Anfang 2012 war dem Gemeinderat und der Gemeinde Karlskron klar: Unser Ortsnetz soll kommen. Damals war in absehbarer Zeit kein Anbieter bereit, Karlskron mit einer schnellen Internetverbindung zu versorgen. Darum wollten wir das selbst in die Hand nehmen und gemeinsam „Unser Ortsnetz“ bauen.

Bei „Unserem Ortsnetz“ sollte das Netz von der Gemeinde finanziert und an die Betreibergesellschaft „Unser Ortsnetz GmbH“ vermietet werden.
Diese Betreibergesellschaft sollte bestehen aus der Firma Sacoin (51 % der Anteile) und der Gemeinde Karlskron (49 % der Anteile). Die Betreibergesellschaft sollte das aktive Netz bauen und planen. Alle Bürger von Karlskron waren gefragt: Wir bauen und finanzieren dieses Breitbandnetz für uns – so die Schlagworte!
Unter diesen Voraussetzungen waren rund 1.400 Haushalte bereit einen Vertrag mit der „Unser Ortsnetz GmbH“ abzuschließen. Die höheren Kosten von rund 10 Euro pro Monat, verglichen mit anderen am Markt tätigen Anbietern, wurden akzeptiert, denn wir bauen dieses Glasfasernetz ja für uns. Sollte das Netz tatsächlich irgendwann Gewinn abwerfen würde dieser unserer Gemeinde zur Verfügung stehen – mittelbar also wieder uns allen.

Inzwischen hat die Firma Sacoin Insolvenz angemeldet und wurde von der Deutsche Glasfaser, die ihren Sitz in den Niederlanden hat, aufgekauft.
Die Deutsche Glasfaser = Reggefiber ist eine Holding, die aus verschiedenen Firmen besteht, in denen Investoren ihr Geld plazieren um damit zu verdienen.
Die Deutsche Glasfaser ist stark daran interessiert in Karlskron ein Glasfasernetz zu erstellen.
Die von den Bürgern mit der „Unser Ortsnetz GmbH“ geschlossenen Verträge wären möglicherweise weiterhin gültig. Allerdings will die Deutsche Glasfaser das passive Netz selbst errichten und dann mittels eines ihrer Tochterunternehmen auch selbst betreiben.
„Unser Ortsnetz“, das nach wie vor „Unser Ortsnetz“ heißt, wäre es tatsächlich nicht mehr!

Die Deutsche Glasfaser bietet der Gemeinde ein völlig verändertes Geschäftsmodell an. Das aktive und passive Netz sollen im Eigentum der Deutschen Glasfaser bleiben. Zudem will die Deutsche Glasfaser das Kabel nur 30 cm tief im Boden verlegen, was vielleicht Niederländischer Standard ist, keinesfalls aber unserer. Das Kabel läge knapp an der Frostgrenze und wäre in dieser geringen Tiefe sicher häufiger Beschädigungen ausgesetzt.
Im Hinblick auf das veränderte Geschäftsmodell das nun angeboten wird,  ist fraglich, ob eine Vergabe des Auftrages an die Deutsche Glasfaser überhaupt noch rechtens wäre.

Unabhängig von alledem gibt es in der Region und auch in Bayern mittlerweile Unternehmen, die das passive Netz auf ihre Kosten erstellen und betreiben. Das tun sie unter Einhaltung der ortsüblichen tiefbaulichen Standards und zu einem günstigeren Preis für den Endverbraucher.
Bei einem Unternehmen wie z.B. ComIn weiß man genau welche Investoren dahinter stehen und, dass sich ihr Konzept hier in der Region bereits bewährt hat.

Jedem, der einen Vertrag für „Unser Ortsnetz“ gezeichnet hat, wird es stark an Motivation fehlen monatlich 10 Euro mehr als marktüblich für einen Anschluss ans Glasfasernetz zu bezahlen, wenn der Gegenwert eines gemeindeeigenen Netzes nicht gegeben ist. Die Deutsche Glasfaser würde mit den Anschlüssen in Karlskron immerhin jährlich 168.000 Euro mehr einnehmen als die direkten Konkurrenten am Markt.
Unter den aktuellen Bedingungen und Voraussetzungen wäre es allen Anschlussnehmern sicher einleuchtend nochmals einen neuen, günstigeren Vertrag zu zeichnen.

Wir sind zuversichtlich, dass Bürgermeister und Gemeinderat an dieser Stelle eine Entscheidung für Karlskron und für die Bürger in Karlskron treffen und Gemeinde und Bürger finanziell nicht unnötig belasten.

Verfasst am 09.07.2013 um 22:14 Uhr von .
Bislang wurde kein Kommentar hinterlassen. Du kannst hier einen Kommtenar schreiben.
Hier ist die TrackBack URL und der Kommentar-Feed des Artikels. Du kannst den Artikel auch auf Twitter oder Facebook posten.

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
48 Datenbankanfragen in 0,940 Sekunden · Anmelden