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15Jul

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Karlskron zur Breitbanderschließung Karlskron

Anfang 2012 war in der Gemeinde Karlskron klar: Unser Ortsnetz soll kommen.
Bei „Unser Ortsnetz“ sollte das Netz von der Gemeinde finanziert werden und an die Betreibergesellschaft „Unser Ortsnetz GmbH“ vermietet werden. Über 70 % der Haushalte von Karlskron haben nach einer groß angelegten Werbekampagne einen Vertrag mit der „Unser Ortsnetz GmbH“ gezeichnet und wollten einen Glasfaseranschluss für ihr Haus.
Bereits Ende 2012 sollten die ersten Hausanschlüsse ans Netz gehen.
Bis jetzt warten immer noch alle Haushalte in Karlskron auf einen Glasfaseranschluss. Und das wird sicher auch noch einige Zeit so bleiben.

Die Firma Sacoin, mit der die Gemeinde zusammen gearbeitet hat, hat mittlerweile Insolvenz angemeldet und wurde von der Deutschen Glasfaser, hinter der mehrere holländische Investoren stecken, aufgekauft.

Die Deutsche Glasfaser hat scheinbar noch Interesse daran in Karlskron ein Glasfasernetz zu errichten. Allerdings zu völlig anderen Bedingungen als die Firma Sacoin Anfang 2012.
Die Deutsche Glasfaser ist bestrebt das passive Netz ohne Beteiligung der Gemeinde zu erstellen. „Unser Ortsnetz“ heißt zwar nach wie vor „Unser Ortsnetz“ würde es aber tatsächlich nicht mehr sein.

Die Deutsche Glasfaser möchte für einen Hausanschluss maximal 1.300 EUR ausgeben. Ihr Ziel ist es, das Netz für rund 1,8 Mio EUR zu errichten.  Das Netz würde sich dann rechnen und finanzielle Schwierigkeiten, wie in Oberhausen, wären in Karlskron wohl nicht zu erwarten.
Die Firma Sacoin hat für die Errichtung des Netzes im vergangenen Jahr über 6 Mio EUR in den Raum gestellt.
Wie kann die Deutsche Glasfaser das Netz um so viel günstiger errichten als die von ihr übernommene Sacoin?
Baulich möchte die Deutsche Glasfaser die Kabel lediglich 30 cm tief in den Boden verlegen. Wo wird noch gespart?
Entweder war das Angebot der Firma Sacoin total überteuert oder die Deutsche Glasfaser liefert Selters statt Sekt.

Die Deutsche Glasfaser verlangt für einen Anschluss vom Kunden monatlich 10 EUR mehr als marktüblich.
Jeder Anschlussnehmer wird es sicher kritisch hinterfragen einen höheren Preis für einen Glasfaseranschluss zu bezahlen, der nicht nach den ortsüblichen baulichen Standards errichtetet werden soll und bei dem das Netz der Gemeinde am Ende nicht gehören wird.

Fragwürdig ist, ob die Verträge der Anschlussnehmer mit der „Unser Ortsnetz GmbH“ überhaupt noch Gültigkeit haben. Ebenfalls ungeklärt ist, ob eine Vergabe des Auftrags an die Deutsche Glasfaser noch rechtens wäre.

Wir sind der Meinung, dass die Gemeinde nicht noch länger weiter zuwarten und ausschließlich auf die Deutsche Glasfaser setzen sollte. Es ist an der Zeit, dass interessierte regionale Unternehmen wie zum Beispiel ComIN oder BayernDSL die Möglichkeit bekommen sich genauso wie Sacoin bzw. die Deutsche Glasfaser zu präsentieren und ein Angebot abzugeben.
Die Bürger von Karlskron wären sicher froh, wenn sie zu günstigeren Konditionen und in absehbarer Zeit von einem regionalen Anbieter mit einem qualitativ hochwertigen Glasfaseranschluss versorgt würden.

Verfasst am 15.07.2013 um 22:50 Uhr von .
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